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Die Frauen von Stepford

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"Subtiler Horror – mit aktueller Gesellschaftskritik!"

Die Frauen von Stepford
Ira Levin
EUR 4,99 (156 Seiten)

Die Frauen des eleganten Vororts Stepford sind makellos: wunderschön wie Models, voller Leidenschaft, zärtlich und immer für ihre Männer da. Die neu zugezogene Joanna ist tief beeindruckt von der Vollkommenheit ihrer neuen Freundinnen. Aber schon bald kommen ihr erste Zweifel: Sind diese Frauen vielleicht nichts weiter als willenlose, immerzu lächelnde, perfekt gestylte Püppchen? Und was geschieht hinter den streng verschlossenen Türen des Männerclubs von Stepford, in dem sich ihr Mann und die anderen Ehemänner die Zeit vertreiben? Schritt für Schritt sucht Joanna Antworten auf ihre Fragen und stößt dabei auf das dunkle Geheimnis von Stepford …

Zum ersten Mal in deutscher Sprache als eBook erhältlich.

Die Frauen von Stepford
Ira Levin
EUR 4,99 (156 Seiten)

Die Frauen von Stepford

Die Frauen des eleganten Vororts Stepford sind makellos: wunderschön wie Models, voller Leidenschaft, zärtlich und immer für ihre Männer da. Die neu zugezogene Joanna ist tief beeindruckt von der Vollkommenheit ihrer neuen Freundinnen. Aber schon bald kommen ihr erste Zweifel: Sind diese Frauen vielleicht nichts weiter als willenlose, immerzu lächelnde, perfekt gestylte Püppchen? Und was geschieht hinter den streng verschlossenen Türen des Männerclubs von Stepford, in dem sich ihr Mann und die anderen Ehemänner die Zeit vertreiben? Schritt für Schritt sucht Joanna Antworten auf ihre Fragen und stößt dabei auf das dunkle Geheimnis von Stepford …

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Walter war heute mit dem Abwaschen an der Reihe. Die Kinder spielten unterdessen friedlich in Peters Zimmer. Joanna duschte kurz und kühl, zog Shorts, ein Hemd und Turnschuhe an und bürstete sich das Haar. Als sie sich den Pferdeschwanz band, lugte sie vorsichtig in Peters Zimmer: Da saßen sie am Boden und spielten mit Peters Raumstation.
Leise zog sie sich zurück und stieg die neu mit Teppich belegte Treppe hinunter. Ein schöner Abend! Sie war mit dem Auspacken fertig, endlich, sie fühlte sich sauber und kühl, sie hatte ein paar Minuten für sich – zehn oder fünfzehn Minuten, wenn sie Glück hatte –, vielleicht konnte sie mit Walter im Freien sitzen und ihre Bäume betrachten und ihr sechshundert Quadratmeter großes Stück Land.
Sie ging durch die Eingangshalle. Die Küche war makellos, die Spülmaschine rauschte. Walter lehnte am Spülbecken und sah aus dem Fenster hinüber zum Nachbarhaus. Sein Hemd zierte ein Schweißfleck wie aus einem Rorschach-Test: Kaninchen mit nach außen gestellten Ohren. Er wandte sich um, erschrak ein bisschen und lächelte.
»Wie lange bist du denn schon da?«, fragte er und trocknete seine Hände am Geschirrtuch.
»Gerade gekommen«, sagte sie.
»Siehst wie neugeboren aus.«
»Fühl mich auch so. Sie spielen wie die Engelchen. Gehst du mit raus?«
»Okay!«, stimmte er zu und faltete das Geschirrtuch. »Allerdings nur für ein paar Minuten. Ich möchte rüber und mit Ted reden.« Er legte das Handtuch beiseite. »Deshalb hab ich rübergeschaut«, sagte er. »Sie sind gerade mit dem Essen fertig.«
»Was hast du denn mit ihm zu besprechen?«
Sie traten auf den Hof hinaus.
»Ich wollt es dir gerade sagen.« Sie gingen nebeneinander her.
»Ich hab es mir anders überlegt: Ich werde mich diesem Männerverein anschließen.«
Sie blieb stehen und sah ihn an.
»Viel zu viele wichtige Dinge kommen dort zur Verhandlung«, erklärte er, »Lokalpolitisches, Wohltätigkeitsorganisationen und so weiter …«
Sie empörte sich: »Wie kannst du nur so etwas Überholtem, etwas so Altmodischem beitreten?«
»Ich habe mit ein paar Männern gesprochen, im Zug«, sagte er. »Mit Ted, Vic, Stavros und anderen, denen ich vorgestellt wurde. Sie waren sich alle darüber einig, diese Sache ganz ohne Frauen ist eine archaische Form von Männergeschäften.«
Er fasste sie am Arm, und sie gingen weiter.
»Die einzige Möglichkeit, das zu ändern, besteht in der Arbeit von innen her«, sagte er. »Also werde ich dazu beitragen, es anders zu machen. Ich trete am Samstagabend bei, Ted wird mich aufklären, wer in dem Komitee hockt.« Er bot ihr eine Zigarette an. »Bist du heute Abend Raucher oder Nichtraucher?«
»Oh – Raucher!«, sagte sie und nahm sich eine.
Da standen sie am Ende des Innenhofs der blauen grillendurchzirpten Dämmerung, und Walter hielt die Flamme seines Feuerzeuges erst Joanna und dann sich selbst hin.
»Schau mal den Himmel an!«, sagte er. »Ist wirklich jeden Pfennig wert, den wir für ihn bezahlt haben.«
Sie blickte auf. Der Himmel war zart lila – blau – dunkelblau; bezaubernd schön! Dann blickte sie auf ihre Zigarette hinunter.
»Organisationen kann man auch von außen verändern«, sagte sie. »Man stellt Petitionen, man organisiert Proteste und …«
»Aber von innen her ist es leichter«, erwiderte Walter. »Wirst schon sehen: Wenn die Kerle, mit denen ich gesprochen habe, typische Männer sind, wird, ehe du dich’s versiehst, ein Klub für alle daraus. Also – Poker mit Damen und Sex am Pool-Spieltisch.«
»Wären diese Männer, mit denen du sprachst, wirklich so typisch«, sagte sie, »gäbe es schon längst einen Klub für alle. Na gut, ist recht, geh hin und tritt ein. Ich denk mir jetzt schon Slogans für die Transparente aus. Ich hab viel Zeit, wenn erst mal die Schule losgeht.«
Er legte ihr den Arm um die Schultern und sagte:
»Halt dich noch ein bisschen zurück. Wenn innerhalb von sechs Monaten keine Frauen zugelassen werden, trete ich wieder aus, und wir ziehen am gleichen Strang, Schulter an Schulter! Sex ja – Sexdiskriminierung – nein!«
»›Stepford-Schwestern – ist von gestern!‹«, deklamierte sie und griff nach dem Aschenbecher auf dem Picknicktisch.
»Nicht übel!«
»Wart nur, bis ich richtig loslege.«
Sie rauchten die Zigaretten zu Ende, standen Arm in Arm da und schauten über die weite dunkle Rasenfläche und die hochgewachsenen Bäume, die sich schwach gegen den hell-lila Himmel abhoben und die Sicht begrenzten. Zwischen den Stämmen schimmerten Lichter: erleuchtete Fenster in der nächsten Straße, der Harvest Lane.
»Robert Ardrey hatte recht«, sagte Joanna. »Ich fühle mich ziemlich landverbunden.«
Walter sah hinüber zum Van-Sant-Haus und warf einen Blick auf seine Uhr. »Ich geh eben rein und wasch mich«, meinte er und küsste sie auf die Wange.
Sie wandte sich zu ihm um, fasste nach seinem Kinn und küsste ihn auf den Mund.
»Ich bleib noch ein bisschen hier sitzen«, sagte sie. »Wenn sie Schwierigkeiten machen, dann ruf mich.«
»Okay«, stimmte er zu und verschwand durch die Wohnzimmertür ins Haus.
Sie kreuzte die Arme über der Brust und rieb sie mit den Händen; der Abend begann kühl zu werden. Sie schloss die Augen, warf den Kopf zurück und atmete die linde Luft ein, den Duft nach Gras und Laub – wie angenehm! Als sie die Augen wieder aufmachte, fiel ihr Blick auf einen einzelnen blitzenden Stern, der am dunkelblauen Himmel stand, Millionen Kilometer über ihr.
»Sternlein, Sternlein in der Nacht«, begann sie, sprach aber das kleine Wunschgedicht nicht zu Ende, den Rest dachte sie sich.
Was sie sich wünschte – dass sie glücklich lebten in Stepford. Dass Peter und Kim in der Schule zurechtkämen, dass Walter und sie gute Freunde finden und sich selbst verwirklichen konnten. Dass ihm die Hin- und Herfahrerei nicht auf die Nerven ging – obwohl er es war, der den ganzen Umzug überhaupt ins Rollen gebracht hatte. Sie wünschte sich für alle vier ein Leben mit Bereicherungen, nicht mit Einschränkungen, wie sie es befürchtet hatte, als sie die Stadt verließen – jene schmutzige, verbrechenverseuchte und doch so lebendige Stadt.
Vom Van-Sant-Haus kamen Bewegungen und Geräusche, und sie spähte hinüber.
Carol Van Sant, eine dunkle Silhouette gegen die hell erleuchtete Küchentür, drückte den Deckel auf die Abfalltonne. Sie bückte sich, ihr rotes Haar schimmerte auf. Sie hob etwas großes Rundes vom Boden auf – einen Stein – und legte ihn oben auf den Deckel der Abfalltonne.
»Guten Abend!«, rief Joanna.
Carol richtete sich auf und sah zu ihr herüber. Sie war groß und langbeinig, sah nackt aus – bis auf den roten Schimmer eines Kleides, durch das das Licht von hinten fiel. »Wer ist da?«, rief sie.
»Joanna Eberhard«, antwortete Joanna. »Habe ich Sie erschreckt? Das täte mir leid.« Sie näherte sich dem Zaun, der ihr und Walters Anwesen von dem der Van Sants trennte.
»Hallo, Joanna!«, sagte Carol mit ihrem etwas nasalen New-England-Tonfall. »Nein, Sie haben mich nicht erschreckt. Hübsche Nacht, nicht wahr?«
»Ja«, erwiderte Joanna. »Und ich bin mit dem Auspacken fertig, was die ganze Sache noch angenehmer macht.« Sie musste fast schreien – Carol war in ihrer Küchentür stehen geblieben, aber zu weit weg für ein vertrauliches Gespräch, obwohl Joanna selbst am Ende des Blumenbeetes und am gemeinsamen Maschendrahtzaun stand. »Kim hat sich heute Nachmittag ganz köstlich mit Allison amüsiert«, rief sie, »sie vertragen sich schon ausgezeichnet.«
»Kim ist ein goldiger Fratz«, sagte Carol. »Ich freu mich, dass Allison so einen netten neuen Spielkameraden in der Nachbarschaft hat. Gute Nacht, Joanna!« Sie wandte sich zum Gehen.
»Halt, warten Sie ein Momentchen!«, rief Joanna.
Carol blieb stehen. »Ja?«, sagte sie.
Joanna verwünschte das Blumenbeet und den Zaun, der sie daran hinderte, näher zu treten. Warum, zum Kuckuck, kam Carol nicht wenigstens ihrerseits bis zum Zaun? Was war denn so irrsinnig Wichtiges zu tun in der kupferkesselbestückten Küche?
»Walter wird rüberkommen, um mit Ted zu sprechen«, sagte sie und erhob die Stimme in Richtung der nackt scheinenden Silhouette Carols.
»Wenn Sie die Kinder im Bett haben, könnten Sie doch rüberkommen und eine Tasse Kaffee mit mir trinken!«
»Sehr gern«, sagte Carol. »Aber ich muss den Boden im Wohnzimmer wachsen.«
»Heute Abend?«
»Ja, bevor die Schule losgeht, kann ich solche Sachen nur nachts machen. «
»Gut, aber kann das nicht warten? Sind ja nur noch drei Tage.«
Carol schüttelte den Kopf. »Nein, ich hab’s schon bis heute rausgeschoben«, sagte sie. »Viel zu lange, überall sind Kratzer – außerdem geht Ted später in den Männerklub.«
»Geht er da jede Nacht hin?«
»Fast jede!«
»Herr des Himmels! Und Sie bleiben zu Hause und machen den Haushalt?«
»Es gibt immer das eine oder andere zu erledigen«, erklärte Carol. »Sie wissen, wie das ist. Jetzt muss ich meine Küche fertig machen. Gute Nacht.«
»Gute Nacht!«, antwortete Joanna und sah zu, wie Carol – im Profil war ihr Busen zu schwer! – in der Küche verschwand und die Tür schloss. Sie erschien fast im selben Augenblick im Fenster über dem Spülstein. Man sah, wie sie nach etwas griff und anfing, daran zu putzen. Ihr rotes Haar war geordnet und glänzte, ihr Gesicht mit der schmalen Nase sah nachdenklich aus (und, verdammt noch mal – intelligent!). Ihr großer rotverhüllter Busen wippte im Takt, während sie abwusch.
Joanna trat zurück in den Innenhof. Nein, sie wusste nicht, wie das war, Gott sei Dank! Solch eine zwanghafte Hausfrau zu sein – sie wusste es nicht. Wer konnte Ted vorwerfen, wenn er dieses sich selbst anbietende Opfer ausbeutete?
Sie konnte ihm die Schuld geben – so war das!
Walter trat in einer hellen Jacke aus dem Haus und sagte: »Glaube nicht, dass ich länger als eine Stunde weg bin.«
»Diese Carol Van Sant ist wirklich ganz unglaublich«, erklärte sie. »Die kann nicht mal auf eine Tasse Kaffee rüberkommen, weil sie den Boden im Wohnzimmer wachsen muss. Ted rennt jeden Abend in den Männerklub, und sie bleibt daheim und macht Hausarbeit.«
»Lieber Gott!« Walter schüttelte den Kopf.
»Neben ihr«, sagte sie, »sieht meine Mutter aus wie Jane Fonda!«
Er lachte. »Bis gleich«, sagte er, küsste sie auf die Wange und ging quer über den Hof davon.
Sie schickte ihrem Stern einen langen Blick hinauf – er war noch heller geworden. »Los – an die Arbeit mit dir!«, rief sie ihm in Gedanken zu und ging ins Haus.

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