Monster 1983 T-Shirts
Wir waren unsterblichPorterville: Edition I (Folgen 1-6)Wir haben schon immer im Schloss gelebtZwienachtPorterville 01: “Von Draußen”Darkside ParkPorterville Edition II (Folgen 7-12)Porterville Edition III (Folgen 13-18)Nullpunkt (Ondragon 3)Die Teufelsbraut (25 Kurzgeschichten)Menschenhunger (Ondragon 1)Die Goonies
Die Goonies

> Kostenlose Leseprobe

> mehr über den Autor

Der Jugend-Klassiker zum ersten Mal als eBook!

Die Goonies
James Kahn
EUR 4,99 (192 Seiten)

Eine alte Karte voller Rätsel und Andeutungen: Die Goonies, fünf Freunde aus Oregon, wissen bald, wie unglaublich ihre Entdeckung ist. Die Spur führt zu einem legendären Piratenschatz, den der gefürchtete Einäugige Willy vor über dreihundert Jahren versteckt hat. Auf ihrer Suche geraten die Goonies mit zwei Mädchen aus der Nachbarschaft in ein riesiges unterirdisches Labyrinth aus Gängen und Höhlen. Sie werden in einen Strudel von gefährlichen und phantastischen Abenteuern gezogen, denn der Einäugige Willy hat seinen Schatz teuflisch gesichert …

“Die Goonies”, der beliebte 80er Jahre Jugendfilm von Richard Donner – nach einer Idee von Steven Spielberg – zum ersten Mal als eBook erhältlich!

> Mehr über die “Goonies” hier im Blog!

Die Goonies
James Kahn
EUR 4,99 (192 Seiten)

Die Goonies

Eine alte Karte voller Rätsel und Andeutungen: Die Goonies, fünf Freunde aus Oregon, wissen bald, wie unglaublich ihre Entdeckung ist. Die Spur führt zu einem legendären Piratenschatz, den der gefürchtete Einäugige Willy vor über dreihundert Jahren versteckt hat. Auf ihrer Suche geraten die Goonies mit zwei Mädchen aus der Nachbarschaft in ein riesiges unterirdisches Labyrinth aus Gängen und Höhlen. Sie werden in einen Strudel von gefährlichen und phantastischen Abenteuern gezogen, denn der Einäugige Willy hat seinen Schatz teuflisch gesichert …

“Die Goonies”, der beliebte 80er Jahre Jugendfilm von Richard Donner – nach einer Idee von Steven Spielberg – zum ersten Mal als eBook erhältlich!

> Mehr über die “Goonies” hier im Blog!

> Kostenlose Leseprobe

Sie zog unter einem der verdreckten Tische einen Stuhl raus und machte uns ein Zeichen, wir sollten uns hinsetzen, was wir auch taten. Dann rief sie: »Jake! Wir haben Gäste!«
Wir hörten im hinteren Zimmer ein lautes Plumpsen, und dann rief jemand zurück: »Was soll das heißen, Gäste? Das hier ist kein …« Bei diesen Worten steckte ein Mann seinen Kopf in den Raum, sah uns und sagte leise: »Scheiße, Mama.«
Die Alte schnipste mit den Fingern nach ihm. »Nun mach schon. Ab in die Küche! Heiz den Herd an!«
Jake marschierte durch die Gaststube zur Küchentür und ließ uns dabei die ganze Zeit nicht aus den Augen. Er war schon älter, dreißig oder so, mit einer runden Nickelbrille und einer coolen Weste, und seine miese Laune stand ihm im Gesicht geschrieben.
»Okay«, sagte Mama, »wir haben hier ein ganz spezielles Menü.« Sie musste Witze machen. Der Tisch, an dem wir saßen, war so wackelig und schmierig, dass meine Mutter schon beim bloßen Hinsehen gekotzt hätte. Ich versuchte, eine rostige Gabel hochzunehmen, aber die klebte noch halb an einem vor langer Zeit verendeten Stück Kaugummi. Echt grob.
Die anderen guckten ziemlich argwöhnisch, nur Chunk rutschte hin und her und wand sich wie ein aufgeregter Regenwurm.
Mama redete weiter. »Bei uns gibt es nur ein Gericht. Fischsuppe Surprise. Fisch mit Überraschungen.«
»Was für Fisch?«, fragte Chunk. Wenn es ums Essen ging, vergaß er alles andere.
»Ich habe gesagt, mit Überraschungen!«, schrie Mama und knallte ihre Hand auf den Tisch.
»Okay, okay, das nehme ich«, sagte Chunk. Er sah ganz schön erschrocken aus.
Plötzlich war mir klar, dass sie versuchte, uns zu verscheuchen, und deshalb kam sie mir plötzlich auch nicht mehr so schrecklich vor. Nur irgendwie ein bisschen sonderbar. Und ich dachte, wenn diese alte Frau uns von hier verscheuchen wollte, dann war da vielleicht wirklich Gold vergraben. Also war ich nur noch mehr entschlossen, dort zu bleiben.
»Was ist mit dem Rest von euch?«, fragte Mama.
»Für mich nur ein Glas Wasser«, sagte ich. Die anderen bestellten alle dasselbe. Keiner wusste, was er von dem ganzen Kram halten sollte.
»Okay. Eine Überraschung und vier Wasser. Das ist alles?«, schnarrte sie.
»Ich möchte Salat Antipasto, Fettucini Alfredo, Kalbfleisch Scallopini und eine Flasche 81er Botticelli.« Das war Mouth mit seiner Italienisch-Imitation, und das bedeutete, dass Mouth nervös war und loslegte, einfach weil er die Klappe nicht halten konnte.
Und bei all seinem nervösen Lachen zuckte seine Zunge hin und her, und die Alte schnappte sie sich – schnappte sich seine verdammte Zunge! – und holte ein Taschenmesser aus ihrem Kleid und setzte Mouth die Klinge an die Zunge und sagte: »Wir haben noch was auf der Speisekarte. Zunge. Mögt ihr Zunge?«
Wir schüttelten schnell die Köpfe. Und in diesem Moment merkte ich, dass uns diese Frau nicht nur verscheuchen wollte. Sie war auch ein bisschen wahnsinnig.
Dann ließ sie Mouths Zunge wieder los und grinste dabei, als ob sie die ganze Zeit nur Spaß gemacht hätte, und ging in die Küche.
Mouth hielt sich die Hand vor den Mund. Ich stand auf und sah mich nach einer Falltür um oder nach irgendwas, wo ein Schatz versteckt sein konnte. Als die Alte die Küchentür hinter sich zugemacht hatte, wollte Chunk was sagen, aber er wurde durch lautes Schreien im Nebenzimmer unterbrochen.
»Aber Ma«, hörten wir Jake rufen, »das sollte unser Essen sein …«
»Jetzt halt dein Maul!«, kreischte die Alte. »Halt dein Maul und tu, was ich dir gesagt habe!«
Data wandte sich flüsternd an mich: »Was ist mit den beiden Typen, die vor uns hier reingegangen sind? Was ist mit denen passiert?«
Chunk rückte schließlich auch näher und erzählte, was er schon die ganze Zeit hatte erzählen wollen, bevor Mama über uns hergefallen war. »Leute, hört zu, wenn wir hier nicht sofort abhauen, dann gibt es so was wie ein Geiseldrama«, flüsterte er. »Da draußen in der Garage steht dieser Geländewagen, der gleiche, den ich heute Morgen schon gesehen habe, mit Einschusslöchern so groß wie Big Macs …«
Aber Mouth schnitt ihm das Wort ab. »Big Mac, yakkety-yak! Chunk, langsam habe ich den Kanal voll von deinen Scheißgeschichten!« Ich glaube, Mouth war ein bisschen gereizt nach dieser Sache mit seiner Zunge.
Dann passierte wieder so eine bizarre Sache. Ganz plötzlich hörte man ein klapperndes, rumpelndes, surrendes Geräusch, und das schallte durch das ganze Gebäude und klang echt wie der Nervenzusammenbruch einer Waschmaschine. Jemand fluchte, und auf der Treppe waren Schritte zu hören, und eine andere Tür flog auf, und dieser Typ stürmte heraus, über und über vollgesaugt mit dunkelgrüner Farbe. Er stapfte schreiend quer durch den Raum zur Küche und hielt dabei eine Hand hoch. Innen auf die Handfläche war das Bild eines Präsidenten gestempelt, aber ich bin nicht sicher, welcher Präsident es war.
»Wie, zum Teufel, soll ich da unten fertig werden, wenn ich mit so einem beschissenen Museumsstück arbeiten muss?«, schrie er.
Plötzlich sah er uns. Und hielt abrupt inne. Er starrte uns eine Sekunde lang an, dann ballte er seine Hand zur Faust und sein Gesicht zu noch einer, machte kehrt und rannte zurück durch die Tür und warf sie hinter sich zu.
Bevor wir etwas sagen konnten, kam Mama aus der Küche und brachte ein Tablett mit Gläsern rein und stellte sie vor uns auf den Tisch. In den Gläsern war so eine rostig-orangefarbene Flüssigkeit, in der schmierige kleine Teilchen herumschwammen. Sah aus wie irgendwas aus einem Abwassergraben.
Sie gab jedem von uns ein Glas.
»Das hier soll Wasser sein?«, fragte Mouth.
»Ist doch nass, oder?«, meinte die Alte.
»Yeah, klar, sieht großartig aus«, sagte Data.
»Yeah, großartig, wie Maultierpisse«, erklärte Mouth. Wie mir schien, trieb er es jetzt wirklich auf die Spitze. Die Alte bedachte ihn mit einem echt merkwürdigen Blick. Aber das war eben Mouth, der immer das tat, was er nicht sollte.
Jetzt begann er, den Inhalt seines Glases auf die anderen Gläser zu verteilen, nur um die Alte zu ärgern, nehme ich an. Das Geräusch, das dabei entstand, ließ einen irgendwie daran denken, auf die Toilette zu gehen, und das brachte mich auf einen Gedanken. Wenn ich vorgab, auf die Toilette zu müssen, dann hatte ich eine Entschuldigung, den Tisch zu verlassen, und ich konnte vielleicht etwas Zeit und Ruhe rausschinden, um das Gebäude auszukundschaften. Also fing ich an, mich zu winden, wie ich das als Kind immer gemacht hatte, wenn ich musste. Das wiederum erinnerte mich daran, dass dies eins von den Häusern war, wo es auf der Toilette diese langbeinigen Weberknechte gab. Ich schüttelte mich, aber dann musste ich wirklich.
Die Küchentür flog auf, und Jake erschien. Er hatte eine blutige Schürze um und trug einen riesigen dampfenden Kochtopf mit einer großen Schöpfkelle drin vor sich her. Den Topf stellte er auf den Tisch und fragte: »Okay, wer hat Fischsuppe Surprise bestellt?«
Chunk hob nervös die Hand. Jake packte eine satte Portion von dem Zeug auf Chunks Teller. Total ätzend. So eine schwabbelige schwarze Suppe mit Fischköpfen drin und allen möglichen anderen Fischteilen. Ich glaube, in Frankreich oder in irgend so einem verdammten Land gilt das als Delikatesse, aber mir wurde nur schlecht davon.
»Lecker«, meinte Chunk. Mir war nicht klar, ob er das aus Quatsch sagte oder nicht. Immerhin verstand er eine Menge mehr vom Essen als ich.
Mama blickte in den Topf. »Noch was übrig?« Sie sah auf ihre Armbanduhr.
Jake nickte.
»Dann ist es Zeit, deinen Bruder zu füttern«, fuhr die Alte fort.
»Lass Francis das machen«, erwiderte Jake. »Ich habe ihn gestern Abend gefüttert.«
»Francis hat zu tun«, sagte Mama.
»Aber ich hasse es, da runterzugehen, Ma. Er …«
»Er ist dein Bruder. Jetzt schieb ab, bevor das Essen kalt wird.« Sie versetzte ihm einen harten Stoß.
Er ging ohne große Begeisterung quer durch den Raum, öffnete eine quietschende alte Tür und stieg eine Reihe quietschender alter Treppenstufen hinunter.
Da wir nun wieder mit Mama allein waren, schien es mir der geeignete Moment zu sein, meinen Plan auszuprobieren. Ich stand auf.
»Entschuldigen Sie, Ma’am«, sagte ich überaus höflich. »Wo ist die Herrentoilette?«
Sie drehte sich um und sah mich an. Chunk, der hinter ihr stand, signalisierte mir, ich sollte das vergessen, aber es sah nur so aus, als würde er wieder zu der lautlosen Jukebox tanzen. Ich hörte inzwischen meine eigene Melodie – ich meine, ich wusste, dass ich wirklich zur richtigen Zeit am richtigen Ort war.
Mama starrte mich wild an. »Kannst du‘s dir nicht verkneifen?«
»Yeah, Mikey«, rief Chunk. »Kannst du‘s dir nicht verkneifen?«
Und Mouth musste die Dinge einfach noch ein bisschen mehr anheizen. Geräuschvoll schüttete er einen dünnen Strahl Wasser von einem Glas ins andere. Der Sack.
Für mich war es jedoch perfekt. »Ma’am, bitte!«
Sie nickte auf eine Art verständnisvoll, dass man beinahe meinen konnte, sie wäre vielleicht doch mal die Mutter von jemandem gewesen. »Die Treppe runter, dann rechts«, sagte sie. »Und bleib gefälligst rechts!«
Ich nickte und ging zur Tür, bevor sie es sich anders überlegte. Hinter mir konnte ich Chunk flüstern hören, so Sachen wie: »Mikey, mach das nicht, du kannst nicht …«, aber ich ignorierte ihn und begann die Treppe hinunterzusteigen.
Es war eine Wendeltreppe, und in der Dunkelheit konnte man nicht viel sehen, deshalb tastete ich mich mit der Hand an der Wand entlang. Die Wand bestand aus kaltem, feuchtem Stein. Die Stufen waren aus morschem Holz und quietschten bis ganz nach unten. Am Fuße der Treppe begann ein langer Gang, und an der Decke baumelten ein paar Glühbirnen. Es war niemand in der Nähe, also zog ich die Landkarte heraus und suchte nach irgendwelchen Vergleichsmöglichkeiten oder Hinweisen. Aber mir blieb dazu nicht viel Zeit, denn plötzlich hörte ich ein unheimliches Knurren, das vom anderen Ende des Ganges kam. Mir standen die Haare zu Berge …

“Die Goonies”
James Kahn

 

> mehr über den Autor

Möchtest du jetzt sofort ohne eReader, ohne Download, ohne App kostenlos ein Buch aus dem Psychothriller.Club lesen?

> Ja, kostenlos lesen
> Zum Verlag