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Die Teufelsbraut (25 Kurzgeschichten)

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"Eine Stimmung wie in einem David Lynch-Film!"

Die Teufelsbraut (25 Kurzgeschichten)
Shirley Jackson
EUR 4,99 (370 Seiten)

“Die Teufelsbraut” ist eine Sammlung kurzer, merkwürdiger Geschichten über die dunkle Seite der menschlichen Natur. Geschichten über Wahnsinn, unglückliche Liebe und Angst, beklemmend leise und alle auf rätselhafte Weise zusammenhängend – von der ersten bis zur berühmten letzten “The Lottery” jede ein kunstvolles, behexendes Meisterwerk.

Dieser Band enthält 25 Kurzgeschichten:
“Die Berauschten”, “Die Teufelsbraut”, “Wie Mutter es immer gemacht hat”, “Probe aufs Exempel”, “Die Frau aus dem Village”, “Mein Leben bei R.H. Macy”, “Die Hexe”, Die Verräterin”, “Nach dir, mein lieber Alphonse”, “Charles”, “Nachmittag in Leinen”, “Der Garten”, “Dorothy, meine Großmutter und die Matrosen”, “Zwiegespräch”, “Elizabeth”, “Eine gute alte Firma”, “Die Puppe”, “Sieben Arten von Ambiguität”, “Komm und tanz mit mir in Irland”, “Natürlich”, “Salzsäule”, Männer mit ihren großen Schuhen”, “Der Zahn”, “Ein Brief von Jimmy” und “Die Lotterie”.

“In Shirley Jacksons Büchern gibt es weder Roheit noch Brutalität, keine wirklichen Schurken und keine echten Engel. Auf ganz leisen Katzenpfoten kommt das Grauen, und nur kurz hebt sich der Nebel über der Grenze zwischen sanftem Wahn und harter Wirklichkeit. Die Erzählungen sind erstaunlich.”
– Brigitte

 “Die Elemente der klassischen Schauergeschichte mischt sie geschickt mit den Erkenntnissen der modernen Psychologie. Man möchte noch viel mehr von ihr lesen.”
– Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Teufelsbraut (25 Kurzgeschichten)
Shirley Jackson
EUR 4,99 (370 Seiten)

Die Teufelsbraut (25 Kurzgeschichten)

“Die Teufelsbraut” ist eine Sammlung kurzer, merkwürdiger Geschichten über die dunkle Seite der menschlichen Natur. Geschichten über Wahnsinn, unglückliche Liebe und Angst, beklemmend leise und alle auf rätselhafte Weise zusammenhängend – von der ersten bis zur berühmten letzten “The Lottery” jede ein kunstvolles, behexendes Meisterwerk.

Dieser Band enthält 25 Kurzgeschichten:
“Die Berauschten”, “Die Teufelsbraut”, “Wie Mutter es immer gemacht hat”, “Probe aufs Exempel”, “Die Frau aus dem Village”, “Mein Leben bei R.H. Macy”, “Die Hexe”, Die Verräterin”, “Nach dir, mein lieber Alphonse”, “Charles”, “Nachmittag in Leinen”, “Der Garten”, “Dorothy, meine Großmutter und die Matrosen”, “Zwiegespräch”, “Elizabeth”, “Eine gute alte Firma”, “Die Puppe”, “Sieben Arten von Ambiguität”, “Komm und tanz mit mir in Irland”, “Natürlich”, “Salzsäule”, Männer mit ihren großen Schuhen”, “Der Zahn”, “Ein Brief von Jimmy” und “Die Lotterie”.

“In Shirley Jacksons Büchern gibt es weder Roheit noch Brutalität, keine wirklichen Schurken und keine echten Engel. Auf ganz leisen Katzenpfoten kommt das Grauen, und nur kurz hebt sich der Nebel über der Grenze zwischen sanftem Wahn und harter Wirklichkeit. Die Erzählungen sind erstaunlich.”
– Brigitte

 “Die Elemente der klassischen Schauergeschichte mischt sie geschickt mit den Erkenntnissen der modernen Psychologie. Man möchte noch viel mehr von ihr lesen.”
– Frankfurter Allgemeine Zeitung

Wir haben schon immer im Schloss gelebtSpuk in Hill HouseDer GehängteDie Teufelsbraut (25 Kurzgeschichten)

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Das Abteil war fast leer, sodass der kleine Junge eine Sitzreihe ganz für sich allein hatte, und seine Mutter saß auf der anderen Seite des Ganges neben der Schwester des kleinen Jungen, einem Baby, das in der einen Hand ein Stück Zwieback hielt, in der anderen eine Rassel. Es war an den Sitz festgegurtet, sodass es aufrecht sitzen und sich umsehen konnte, und immer, wenn es begann, langsam auf die Seite zu rutschen, wurde es vom Gurt aufgefangen und festgehalten, bis seine Mutter sich umdrehte und es wieder aufrecht hinsetzte. Der kleine Junge sah aus dem Fenster und aß einen Keks, die Mutter war in ihr Buch vertieft und beantwortete die Fragen des kleinen Jungen, ohne aufzublicken.
»Wir sind auf einem Fluss«, sagte der kleine Junge. »Das ist ein Fluss, und wir sind auf ihm drauf.«
»Schön«, sagte seine Mutter.
»Wir sind auf einer Brücke über dem Fluss«, sagte der kleine Junge zu sich.
Die anderen Reisenden saßen am entgegengesetzten Ende des Abteils; wenn einer von ihnen gelegentlich den Gang entlangkam, drehte sich der kleine Junge um und sagte »Hallo«, und die Fremden sagten meist auch »Hallo«, und manchmal fragten sie den kleinen Jungen, ob ihm die Zugfahrt gefalle, oder sie sagten, er sei ja schon ein richtig großer Junge. Diese Kommentare ärgerten den kleinen Jungen, und er wandte sich dann jedes Mal irritiert wieder dem Fenster zu.
»Dort ist eine Kuh«, sagte er, oder, seufzend: »Wie weit müssen wir noch fahren?«
»Nicht mehr sehr weit«, sagte seine Mutter jedes Mal.
Einmal fiel das Baby, das sich ruhig und ausdauernd mit seiner Rassel und seinem Zwieback beschäftigte, den die Mutter regelmäßig auswechselte, zu weit auf die Seite und schlug sich den Kopf an. Es begann zu schreien, und eine Weile ging es auf dem Platz der Mutter geräuschvoll und betriebsam zu. Der kleine Junge rutschte von seinem Sitz und rannte über den Gang, streichelte die Füße seiner Schwester und bat sie, nicht mehr zu weinen, und schließlich lachte das Baby und wandte sich wieder seinem Zwieback zu, und der kleine Junge bekam von seiner Mutter einen Lutscher und kehrte zurück zum Fenster.
»Ich hab eine Hexe gesehen«, sagte er nach einer Weile zu seiner Mutter. »Da war eine große, alte, hässliche, alte, böse alte Hexe draußen.«
»Schön«, sagte seine Mutter.
»Eine große, alte, hässliche Hexe, und ich hab ihr gesagt, sie soll verschwinden, und dann ist sie verschwunden«, fuhr der kleine Junge in einem monotonen Selbstgespräch fort, »sie ist gekommen und hat gesagt: ›Ich werd dich auffressen‹, und ich hab gesagt: ›Nein, wirst du nicht‹, und dann hab ich sie fortgejagt, die böse, alte, gemeine Hexe.«
Er hörte auf zu reden und blickte hoch, als die Tür des Abteils aufging und ein Mann hereinkam. Es war ein älterer Mann mit sympathischem Gesicht und weißem Haar; sein blauer Anzug war kaum zerknittert, wie es sonst bei einer langen Zugfahrt der Fall ist. Er hielt eine Zigarre in der Hand, und als der kleine Junge »Hallo« sagte, winkte ihm der Mann mit der Zigarre zu und sagte: »Hallo, mein Sohn.« Er blieb direkt neben dem Sitz des kleinen Jungen stehen, lehnte sich gegen die Rückenlehne und sah zu dem kleinen Jungen hinunter, der sich den Hals verrenkte, um nach oben zu sehen. »Wonach hältst du Ausschau?«, fragte der Mann.
»Hexen«, antwortete der kleine Junge prompt. »Böse, alte, gemeine Hexen.«
»Ich verstehe«, sagte der Mann. »Schon viele gesehen?«
»Mein Vater raucht Zigarren«, sagte der kleine Junge.
»Alle Männer rauchen Zigarren«, sagte der Mann. »Eines Tages wirst auch du Zigarren rauchen.«
»Ich bin schon ein Mann«, sagte der kleine Junge.
»Wie alt bist du?«, fragte der Mann.
Auf diese ewige Frage hin sah der kleine Junge den Mann eine Weile argwöhnisch an und sagte dann: »Sechsundzwanzig. Achthundertundvierzigachtzig.«
Seine Mutter blickte von ihrem Buch auf. »Vier«, sagte sie und lächelte liebevoll zu dem kleinen Jungen hinüber.
»Tatsächlich?«, sagte der Mann höflich zu dem kleinen Jungen. »Sechsundzwanzig.« Er nickte in Richtung der Mutter auf der anderen Seite des Gangs. »Ist das deine Mutter?«
Der kleine Junge beugte sich vor, um hinüberzusehen, und sagte dann: »Ja, das ist sie.«
»Wie heißt du?«, fragte der Mann.
Wieder sah ihn der kleine Junge argwöhnisch an. »Mr. Jesus«, sagte er.
»Johnny«, sagte die Mutter des kleinen Jungen. Sie fixierte den kleinen Jungen und legte die Stirn in tiefe Falten.
»Das ist meine Schwester da drüben«, sagte der kleine Junge zu dem Mann. »Sie ist zwölfeinhalb.«
»Liebst du deine Schwester?«, fragte der Mann. Der kleine Junge machte große Augen, und der Mann ging um den Sitz herum und setzte sich neben den kleinen Jungen. »Hör mal«, sagte der Mann, »soll ich dir was über meine kleine Schwester erzählen?«
Die Mutter, die besorgt aufgeblickt hatte, wandte sich beruhigt wieder ihrem Buch zu.
»Erzähl mir was über deine Schwester«, sagte der kleine Junge. »War sie eine Hexe?«
»Vielleicht«, sagte der Mann.
Der kleine Junge lachte aufgeregt, und der Mann lehnte sich zurück und zog an seiner Zigarre. »Es war einmal«, begann er, »da hatte ich eine kleine Schwester, genau wie deine.« Der kleine Junge sah auf zu dem Mann und nickte bei jedem Wort. »Meine kleine Schwester«, fuhr der Mann fort, »war so hübsch und so nett, dass ich sie mehr als alles andere auf der Welt liebte. Soll ich dir also sagen, was ich getan habe?« Der kleine Junge nickte heftiger, und die Mutter blickte von ihrem Buch auf und hörte lächelnd zu.
»Ich hab ihr ein Schaukelpferd geschenkt und eine Puppe und eine Million Lutscher«, sagte der Mann, »und dann hab ich sie genommen und meine Hände um ihren Hals gelegt und gedrückt und gedrückt, bis sie tot war.«
Der kleine Junge hielt den Atem an, und die Mutter wandte sich um, während ihr Lächeln erstarb. Sie öffnete den Mund und schloss ihn wieder, als der Mann weitersprach. »Und dann hab ich sie genommen und hab ihr den Kopf abgeschnitten und hab den Kopf genommen –«
»Hast du sie ganz in Stücke geschnitten?«, fragte der kleine Junge atemlos.
»Ich hab ihr den Kopf abgeschnitten und die Hände und die Füße und die Haare und die Nase«, sagte der Mann, »und ich hab sie mit einem Stock geschlagen, und ich hab sie getötet.«
»Moment mal«, sagte die Mutter, aber genau in diesem Augenblick rutschte das Baby zur Seite, und bis die Mutter es wieder hingesetzt hatte, redete der Mann schon weiter.
»Und ich hab ihren Kopf genommen und alle Haare ausgerissen und –«
»Deiner kleinen Schwester?«, fiel ihm der kleine Junge voller Eifer ins Wort.
»Meiner kleinen Schwester«, bestätigte der Mann mit Nachdruck. »Und ich hab ihren Kopf in einen Käfig mit einem Bären geworfen, und der Bär hat ihn ganz aufgefressen.«
»Hat den ganzen Kopf aufgefressen?«, fragte der kleine Junge.
Die Mutter legte ihr Buch weg und kam über den Gang. Neben dem Mann blieb sie stehen und sagte: »Was fällt Ihnen eigentlich ein?« Der Mann blickte höflich auf, und sie sagte: »Machen Sie, dass Sie fortkommen.«
»Hab ich dir Angst eingejagt?«, sagte der Mann. Er sah hinunter zu dem kleinen Jungen und stieß ihn mit dem Ellbogen an, und er und der kleine Junge lachten.
»Der Mann da hat seine kleine Schwester in Stücke geschnitten«, sagte der kleine Junge zu seiner Mutter.
»Ich kann auch den Schaffner holen«, sagte die Mutter zu dem Mann.
»Der Schaffner wird meine Mami fressen«, sagte der kleine Junge. »Wir hacken ihr den Kopf ab.«
»Und deiner kleinen Schwester auch«, sagte der Mann. Er stand auf, und die Mutter trat zurück, um ihn vorbeizulassen. »Lassen Sie sich in diesem Abteil nicht mehr blicken«, sagte sie.
»Meine Mami wird dich fressen«, sagte der kleine Junge zu dem Mann.
Der Mann lachte, und der kleine Junge lachte, und dann sagte der Mann »Entschuldigen Sie« zu der Mutter und ging an ihr vorbei und aus dem Abteil. Als sich die Tür hinter ihm geschlossen hatte, sagte der kleine Junge: »Wie lange müssen wir noch in diesem blöden alten Zug bleiben?«
»Nicht mehr lange«, sagte die Mutter. Sie stand da, blickte hinab auf den kleinen Jungen und wollte etwas sagen; schließlich sagte sie: »Sitz still und sei ein braver Junge. Du kannst noch einen Lutscher haben.«
Der kleine Junge kletterte eifrig von seinem Sitz und folgte seiner Mutter zu ihrem Platz. Sie holte einen Lutscher aus der Tüte in ihrer Handtasche und gab ihn dem kleinen Jungen. »Wie sagt man?«, fragte sie.
»Danke«, sagte der kleine Junge. »Hat der Mann wirklich seine kleine Schwester in Stücke geschnitten?«
»Er hat nur Spaß gemacht«, sagte die Mutter und fügte mit Nachdruck hinzu: »Wirklich nur Spaß.«
»Vielleicht«, sagte der kleine Junge. Er ging mit dem Lutscher zurück zu seinem Platz und machte es sich bequem, um dann erneut aus dem Fenster zu sehen. »Vielleicht war er eine Hexe.«

“Die Teufelsbraut” (25 Kurzgeschichten)
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