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Ondragon I: Menschenhunger

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Der Überraschungserfolg im Mystery-Thriller-Genre!

Ondragon I: Menschenhunger
Anette Strohmeyer
EUR 8,99 (408 Seiten)

Eigentlich wollte Paul Ondragon in der berühmten Klinik von Dr. Arthur nur seine außergewöhnliche Phobie behandeln lassen. Doch spätestens beim Fund eines unbekannten Toten in den Wäldern Minnesotas wird ihm klar, dass an dem abgelegenen Zufluchtsort der Schönen und Reichen Hollywoods etwas ganz und gar nicht stimmt. Ondragon stellt Nachforschungen an und stößt dabei auf ein grauenhaftes Geheimnis, das seine schlimmsten Ahnungen übersteigt …

“Ich habe diese Geschichte verschlungen! Es fiel mir schwer, mein Handy (da hatte ich es drauf geladen) zur Seite zu legen. Die Story ist sehr spannend und gruselig. Ich finde auch den Wechsel zwischen den zwei Geschichten sehr gelungen, denn hinterher führen sie ja zusammen. Super! Ich habe mir auch das zweite Buch von Ondragon herunter geladen und freue mich schon darauf!!!”
- Tunsi (5 Sterne, Amazon)

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> Klick hier: Interessantes Interview mit Autorin Anette Strohmeyer

Ondragon I: Menschenhunger
Anette Strohmeyer
EUR 8,99 (408 Seiten)

Ondragon I: Menschenhunger

Eigentlich wollte Paul Ondragon in der berühmten Klinik von Dr. Arthur nur seine außergewöhnliche Phobie behandeln lassen. Doch spätestens beim Fund eines unbekannten Toten in den Wäldern Minnesotas wird ihm klar, dass an dem abgelegenen Zufluchtsort der Schönen und Reichen Hollywoods etwas ganz und gar nicht stimmt. Ondragon stellt Nachforschungen an und stößt dabei auf ein grauenhaftes Geheimnis, das seine schlimmsten Ahnungen übersteigt …

“Ich habe diese Geschichte verschlungen! Es fiel mir schwer, mein Handy (da hatte ich es drauf geladen) zur Seite zu legen. Die Story ist sehr spannend und gruselig. Ich finde auch den Wechsel zwischen den zwei Geschichten sehr gelungen, denn hinterher führen sie ja zusammen. Super! Ich habe mir auch das zweite Buch von Ondragon herunter geladen und freue mich schon darauf!!!”
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Ondragon I: MenschenhungerOndragon II: TotenernteOndragon III: NullpunktOndragon IV: Seelenflut

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Prolog

Alan Parker zügelte sein Pferd und gab seinen zwei Begleitern hinter sich ein Zeichen. Der alte Fallensteller lauschte in den verschneiten Wald hinein. Wenige Schritte vor ihm lag die Lichtung, auf der die Walcotts ihr Farmland bewirtschafteten. Das Blockhaus der Farmersfamilie lag genau auf der Hälfte des Weges, den sie zwischen ihren Jagdgründen, in denen sie ihre Fallen aufstellten, und dem Handelsposten Fort Frances zurücklegten. Jedes Mal kamen sie hier vorbei und machten bei den Walcotts Rast oder übernachteten in der Scheune.
Es wurde bereits dunkel und die Sicht trübte sich. Das Blockhaus wirkte wie ein gedrungener schwarzer Klotz, der wie aus dem Nichts auf die schneebedeckte Fläche hinabgefallen zu sein schien. Licht flackerte einladend in den Fenstern, und Rauch stieg aus dem Kamin auf. Alles sah aus wie immer.
Aber irgendetwas stimmte trotzdem nicht.
Parker runzelte die Stirn und suchte nach einer Erklärung. Eine Krähe ließ in der Ferne ihren rauen Ruf erklingen. Eines der Pferde schnaubte.
Schließlich wusste er es.
„Kein Hund!“, sagte im selben Moment Two-Elk in seinem Rücken.
Parker nickte und zog seine Flinte aus dem Futteral am Sattel. Der Hund der Walcotts, eine krude Mischung aus verschiedenen Rassen, bellte für gewöhnlich, wenn sich jemand der Farm näherte. Heute war es unheimlich ruhig.
Konnte gut sein, dass die Walcotts keinen Hund mehr hatten, dachte Parker, wollte aber sicher gehen. Er spannte den Hahn seiner Flinte. Hier in den Wäldern weitab von jeglicher Zivilisation musste man mit allem rechnen.
Er trieb sein Pferd an, und im Schritt trat es auf die Lichtung. Noch immer rührte sich nichts, im Haus blieb alles ruhig.
Parkers Unbehagen wuchs. Er hob die Flinte. Two-Elk und Lacroix ließen die Packpferde mit den Pelzen zurück und scherten hinter ihm aus.
„Walcott?“, rief Parker.
Zwei Krähen flogen vom Dachfirst in den lichtlosen Himmel auf, doch Parker wandte seinen Blick nicht von der verschlossenen Holztür ab.
„John? Eleanor?“, rief er erneut.
Immer noch keine Antwort.
Die hereinfallende Nacht tauchte das Blockhaus und den Stall in blaue Schatten. Parker bemerkte, dass es wieder zu schneien begann. Lautlos tanzten die Flocken im Lichtschimmer vor den Fenstern.
Mit einem Blick verständigte er sich mit Two-Elk und glitt aus dem Sattel. Die Flinte im Anschlag näherte er sich vorsichtig der Tür, vor der ein Wirrwarr aus Spuren zu erkennen war. Parker studierte sie und lehnte sich dann seitlich gegen die Außenwand des Hauses. Seine Stirn zog sich in tiefe Falten. Zwischen den menschlichen Schuhabdrücken befand sich eine Spur, die er nicht einordnen konnte. So, als sei jemand barfuß durch den Schnee gegangen.
Jemand ohne Zehen.
Parker verfolgte die Spur mit seinen Augen. Sie kam als blaues Band geradewegs aus dem dunklen Wald. Schweiß brach ihm unter seiner Lederkleidung aus, und er schob sich seinen Hut in den Nacken. Er konnte nicht sagen warum, aber die seltsame Fährte löste eine dunkle Angst bei ihm aus. Unwillkürlich umklammerten seine Finger den Lauf seiner Flinte fester.
Etwas war zu diesem Haus gegangen.
Etwas aus den Wäldern.
Womöglich war es noch drinnen. Dann hatte es sie bestimmt kommen gehört.
Parker spürte, dass seine Begleiter ungeduldig wurden. Er nickte ihnen erneut zu, holte noch einmal tief Luft und warf sich schließlich mit Schwung gegen die Tür. Mit einem lauten Knall flog sie auf und schlug im Innern gegen die Wand. Schnell sprang Parker zurück in die Deckung der Hauswand. Er sah, wie Two-Elk und Lacroix von ihren Pferden aus auf die helle Öffnung zielten. Licht zerschnitt die Dunkelheit und beleuchtete den zertrampelten Schnee vor der Türschwelle. Ein beißend süßlicher Geruch drang aus dem Innern des Hauses und weckte in Parker scheußliche Erinnerungen. Kaum wagte er zu atmen. Wie oft hatten sich in entlegenen Blockhäusern entsetzliche Dinge abgespielt?
‚Jetzt beweg endlich deinen hageren Arsch, alter Mann!’, mahnte er sich selbst.
Entschlossen stieß er sich von der Wand ab, drehte sich in den Eingang und ging gleichzeitig in die Knie. Über die Flinte zielend blickte er in das Innere des Blockhauses. Das Bild, das sich ihm bot, übertraf alles, was er bisher gesehen hatte.
Parker musste schlucken.
Übelkeit überwältigte ihn, als hinter ihm ein Schuss fiel.

1. Kapitel
2009, Nord-Minnesota, St. Louis County, State Forest Road

Der Motor des Ford Shelby Mustang gab ein sattes Brüllen von sich, als er das Gaspedal durchdrücke. Zufrieden stellte Paul Eckbert Ondragon fest, dass hinter ihm eine große Staubwolke von der trockenen Schotterstraße aufstieg. Geschickt wich er einem Schlagloch aus und lenkte das Auto wieder auf die Mitte der Straße, die sich durch die schier endlosen Wälder schlängelte. Seit er vor einer dreiviertel Stunde von der 53 auf die schmale Forest Route abgebogen war, war ihm niemand mehr entgegengekommen. Nicht einmal ein Holzlaster. Das faszinierte Ondragon immer wieder. Welch abgelegene Gegenden es in den USA doch gab. Hier, kurz vor der Grenze zu Kanada gab es nichts als Wald. Wald und Seen. Er fragte sich, was für Menschen das waren, die hier in den weit verstreuten Siedlungen hausten. Gottesfürchtige und hart arbeitende Bürger Amerikas? Seine Lippen verzogen sich zu einem verächtlichen Grinsen. Wohl eher Hillbillies!
Er wich einem weiteren Schlagloch aus. Heißes Gummi rutschte über dunklen Basaltschotter, und der unkrautüberwucherte Seitenstreifen kam gefährlich nahe. Ondragon lenkte gegen und fing das schlingernde Heck des Mustangs wieder ein. Sein Cowboystiefel trat weiter unbeirrt auf das Gaspedal. Er ließ eine Kaugummiblase platzen und drehte die Musik lauter. Hotel California von den Eagles dröhnte durch das offene Fenster in den dichten Wald und hallte von den hohen Nadelbäumen wieder zurück über das Tal.
Nach zwei weiteren Meilen machte die Straße einen Knick, das Ufer eines Sees kam in Sicht. Auf der Wasseroberfläche brach sich das Licht der Sonne wie auf zerknitterter Alufolie.
‚Hier muss es irgendwo sein’, dachte Ondragon und hielt Ausschau. Die Anfahrtsskizze lag auf dem Beifahrersitz.
Abrupt wechselte sein Fuß vom Gas auf die Bremse, und das Auto kam schlitternd zum Stehen. Der Mustang protestierte mit einem Schwall Abgasen, die nach vorne schwappten.
Eine weitere Kaugummiblase platzte, und Ondragon legte den Rückwärtsgang ein. Er fuhr hundert Meter zurück und hielt vor einem Schild.
‘Cedar Creek Lodge, 8 Miles’ sagte es in einer Schrift aus roter Farbe, die wie getrocknetes Blut aussah. Aber wo war die Abzweigung? Ondragon blickte in den Rückspiegel. Keine Menschenseele war zu sehen. Nur noch der Rest der Staubwolke, die sich allmählich auflöste. Er schaltete die Musik aus und fand sich augenblicklich in einer vollkommen anderen Welt wieder: Vögel zwitscherten und Insekten summten. Irgendwo plätscherte ein Bachlauf.
Sonst nichts.
Kein Autolärm, keine Hochhäuser, keine Leuchtreklame, kein Starbucks. Es war eine Welt, die dem Kosmos, in dem er lebte, so fern war wie ein fremder Planet. Nur dass hier keine grünen Männchen hausten, sondern Hirsche und Hillbillies.
„Kommt fast dasselbe bei raus“, dachte Ondragon laut und fuhr wieder an. „Die Abzweigung kommt bestimmt noch.“
Er behielt Recht. Nach dreihundert Meter sah er sie. Holpernd bog der Mustang auf die Straße ein, die in einem noch schlechteren Zustand war als die vorherige. Ondragon fluchte und lenkte seinen schmucken Oldtimer, der genauso wenig in diese Gegend passte wie der dunkelgraue Anzug, den er trug, um die Schlaglöcher herum. So würde es eine Ewigkeit dauern, bis er die Lodge erreichte.
„Ich hätte doch den Shuttleservice in Anspruch nehmen sollen.“ Sehnsüchtig wünschte er sich ein kühles Bud, fischte sich stattdessen eine lauwarme Wasserflasche vom Rücksitz und trank sie mit drei großen Zügen leer.
„Kein Vergleich!“, stieß er noch immer durstig aus und wollte die Flasche schon aus dem Fenster werfen, hielt aber mitten in der Bewegung inne. Diese Flasche kam aus einer anderen Welt. Sie war ein Ufo. Sie hatte hier nichts verloren.
Plötzlich kreuzte etwas seinen Weg – etwas Großes, Graues. Erschrocken trat Ondragon auf die Bremse und verschluckte dabei seinen Kaugummi. Als der Mustang endlich stand, drehte Ondragon sich um und sah nach hinten auf die Straße …

Ondragon “Menschenhunger”
Anette Strohmeyer

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  • Ondragon I: Menschenhunger
  • Ondragon II: Totenernte
  • Ondragon III: Nullpunkt
  • Ondragon IV: Seelenflut

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