Rosemarys Baby
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Rosemarys Baby

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Der Horror-Bestseller zum ersten Mal als eBook!

Rosemarys Baby
Ira Levin
EUR 5,99 (247 Seiten)

“Rosemarys Baby” feiert 50-jähriges Jubiläum! 
Rosemary Woodhouse und ihr Ehemann Guy sind überglücklich, denn sie haben in New York City endlich eine schöne Apartmentwohnung gefunden. Das alte Mehrfamilienhaus hat zwar einen seltsamen Ruf und die meist älteren Bewohner verhalten sich sehr merkwürdig, aber dem jungen Paar gefällt ihr neues Zuhause. Als Rosemary schwanger wird, muss sie feststellen, dass ihre neuen Nachbarn ein besonderes Interesse an ihrem Wohlergehen haben und nicht alles so ist, wie es scheint …

Der Klassiker der modernen Horrorliteratur ist zum ersten Mal in deutscher Sprache als eBook erhältlich!

Rosemarys Baby
Ira Levin
EUR 5,99 (247 Seiten)

Rosemarys Baby

“Rosemarys Baby” feiert 50-jähriges Jubiläum! 
Rosemary Woodhouse und ihr Ehemann Guy sind überglücklich, denn sie haben in New York City endlich eine schöne Apartmentwohnung gefunden. Das alte Mehrfamilienhaus hat zwar einen seltsamen Ruf und die meist älteren Bewohner verhalten sich sehr merkwürdig, aber dem jungen Paar gefällt ihr neues Zuhause. Als Rosemary schwanger wird, muss sie feststellen, dass ihre neuen Nachbarn ein besonderes Interesse an ihrem Wohlergehen haben und nicht alles so ist, wie es scheint …

Der Klassiker der modernen Horrorliteratur ist zum ersten Mal in deutscher Sprache als eBook erhältlich!

Rosemarys BabyRosemarys SohnDie Frauen von StepfordSliverDie sanften UngeheuerDie Boys aus BrasilienDer Kuss vor dem Tode

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»Die frühere Mieterin, Mrs. Gardenia«, erläuterte Mr. Micklas, ohne sich nach ihnen umzusehen, »starb erst vor einigen Tagen, und die Wohnung ist noch nicht geräumt. Ihr Sohn sagte mir, dass der neue Mieter die Teppiche, die Belüftungsanlagen und einige Möbel praktisch umsonst übernehmen kann.« Er schwenkte in eine andere Abzweigung des Flurs ein. Hier sah die Tapete, grün mit goldenen Streifen, etwas neuer aus.

»Starb sie in der Wohnung?«, fragte Rosemary. »Nicht, dass es …«
»O nein, in einem Krankenhaus«, antwortete Mr. Micklas. »Sie war wochenlang bewusstlos. Sie war sehr alt und starb, ohne aufzuwachen. Ich will Gott danken, wenn ich so sterbe, wenn die Reihe an mir ist. Sie war bis zuletzt quietschfiedel, kochte für sich selbst, machte ihre Besorgungen … Sie war einer der ersten weiblichen Rechtsanwälte im Staat New York.«
Sie kamen jetzt zu einer Treppe – der Flur war zu Ende. Daran anschließend, links, war die Wohnung 7E, eine Tür ohne geschnitzte Girlanden und schmaler als die Türen, an denen sie vorbeigekommen waren. Mr. Micklas drückte auf den runden Schellenknopf – L. Gardenia stand in weißen Buchstaben auf einem schwarzen Plastikschildchen darüber – und drehte einen Schlüssel im Schlüsselloch um. Trotz des Verlustes seiner Finger kam er mit dem Türknopf zurecht und öffnete elegant die Tür. »Nach Ihnen, bitte«, sagte er und lehnte sich auf den Zehenspitzen nach vorn, um die Tür mit ausgestrecktem Arm weit offen zu halten.
Auf jeder Seite eines schmalen Mittelganges, der geradeaus führte, lagen zwei Zimmer. Der erste Raum rechts war die Küche, und als Rosemary hineinsah, konnte sie ein Kichern nicht unterdrücken, denn sie war größer als die ganze Wohnung, in der sie bisher lebten. Sie hatte einen sechsflammigen Gasherd mit zwei Backröhren, einen ungeheuren Kühlschrank und eine Riesenspüle. Einige Dutzend Schränke, ein Fenster zur Seventh Avenue, eine himmelhohe Decke, und sie hatte sogar – wenn man sich Mrs. Gardenias Chromtisch und -stähle und die zusammengeschnürten Bündel von »Fortune« und »Musical America« wegdachte – den genau richtigen Platz für etwas wie das blau- und elfenbeinfarbene Frühstückseck, das Rosemary im vergangenen Monat aus »House Beautiful« ausgeschnitten hatte.
Gegenüber der Küche lag das Esszimmer, das Mrs. Gardenia offensichtlich als eine Mischung von Arbeitszimmer und Treibhaus benutzt hatte. Hunderte kleiner Pflanzen standen welkend oder verdorrt auf zusammengebastelten Borden unter Spiralen erloschener Leuchtröhren. In der Mitte stand ein Schreibtisch mit Rolldeckel, über und über mit Büchern und Papieren bedeckt. Es war ein hübscher Schreibtisch – groß und glänzend vor Alter. Rosemary überließ Guy und Mr. Micklas an der Tür ihrem Gespräch und ging hin, wobei sie eine Bank mit verwittertem braunem Farnkraut übersteigen musste. Solche Rollpulte waren in Antiquitätenläden ausgestellt. Rosemary betastete es und fragte sich, ob das eines der Dinge war, die man praktisch für umsonst haben konnte. In zierlichen Schriftzügen stand mit blauer Tinte auf lila Papier: »… glaubte damals, das sei nur ein fesselnder Zeitvertreib. Ich kann nicht länger mitmachen.« Rosemary ertappte sich beim Lesen fremder Papiere und blickte zu Mr. Micklas auf, der sich ihr zuwandte. »Ist dieser Schreibtisch eines der Stücke, die Mrs. Gardenias Sohn verkaufen will?«, fragte sie.
»Ich weiß es nicht«, antwortete Mr. Micklas, »aber ich kann es für Sie in Erfahrung bringen.«
»Er ist wunderschön«, sagte Guy.
Rosemary sagte: »Nicht wahr«, und schaute sich lächelnd im Raum um. Er würde sich vorzüglich als Kinderzimmer eignen, so wie sie es im Sinn hatte. Er war ein bisschen dunkel – die Fenster gingen auf einen engen Hof hinaus  –, aber die weißgelbe Tapete würde ihn beträchtlich aufhellen. Das Bad war klein, aber eine Extra-Bequemlichkeit, und der Nebenraum, vollgestopft mit eingetopften Setzlingen, die ausgezeichnet zu gedeihen schienen, war gut.
Sie wandten sich zur Tür, und Guy fragte: »Was ist das alles?«
»Zumeist Kräuter«, antwortete Rosemary. »Pfefferminze und Basilikum, die anderen kenne ich nicht.«
Weiter den Flur entlang lag links ein kleines Fremdenzimmer, und dann führte rechts eine breite Bogentür ins Wohnzimmer; gegenüber der Tür waren zwei große Erkerfenster mit rhombenförmigen Scheiben und dreiseitigen Fenstersitzen. An der rechten Wand war ein kleiner Kamin mit einem schnörkelverzierten Kaminmantel aus weißem Marmor, links standen hohe Bücherregale aus Eichenholz.
»Oh, Guy«, sagte Rosemary, griff nach seiner Hand und drückte sie. Guy grunzte »Hm« – das verpflichtete ihn zu nichts – und drückte zurück. Mr. Micklas stand neben ihnen.
»Der Kamin hat guten Zug«, sagte Mr. Micklas.
Auch das Schlafzimmer war von entsprechender Größe, vier zu sechs Meter, seine Fenster gingen auf den gleichen engen Hof wie die des Speisezimmers oder zweiten Schlafzimmers oder Kinderzimmers. Das Bad hinter dem Wohnzimmer war groß und voller zwiebelförmiger weißer Armaturen mit Messingknöpfen.
»Es ist eine wunderbare Wohnung«, sagte Rosemary, als sie in das Wohnzimmer zurückkehrten. Sie drehte sich mit ausgebreiteten Armen um sich selbst, als wollte sie es in Besitz nehmen und umarmen. »Ich liebe sie.«
»Sie versucht, Sie zu becircen, damit Sie den Mietpreis herabsetzen«, erklärte Guy.
Mr. Micklas lächelte: »Wir würden ihn erhöhen, wenn wir dürften«, sagte er. »Über die 15-prozentige Erhöhung hinaus, meine ich. Wohnungen mit solchem Zauber und von solcher Individualität sind heutzutage selten. Die neuen …« Er brach kurz ab und schaute auf einen Mahagonisekretär am Ende des Mittelflurs. »Das ist sonderbar«, sagte er. »Hinter dem Sekretär ist ein Nebenraum. Ich bin sicher, dass es so ist. Es gibt fünf Nebenräume: zwei im Schlafzimmer, einen im zweiten Schlafzimmer und zwei im Flur, hier und hier.« Er ging näher an den Sekretär heran.
Guy stellte sich auf die Zehenspitzen und sagte: »Sie haben recht. Ich kann die Ecken der Tür sehen.«
»Sie hat ihn verschoben«, meinte Rosemary. »Der Sekretär stand sonst dort.« Sie zeigte auf eine gespensterhafte Silhouette neben der Schlafzimmertür und vier tiefe Eindrücke von Kugelfüßen in dem burgunderfarbenen Teppich. Leichte Schleifspuren zogen sich von den vier Druckstellen zu den Füßen des Sekretärs an seinem jetzigen Standort vor der schmalen angrenzenden Wand.
»Helfen Sie mir bitte«, sagte Mr. Micklas zu Guy.
Gemeinsam schoben sie den Sekretär ein wenig zurück, in Richtung auf seinen ursprünglichen Standort. »Ich weiß jetzt, warum sie bewusstlos wurde«, sagte Guy, während er schob.
»Sie kann ihn nicht allein geschoben haben«, meinte Mr. Micklas. »Sie war neunundachtzig.«
Zweifelnd betrachtete Rosemary die Tür zu dem Nebenzimmer, die nun frei lag. »Sollen wir sie aufmachen?«, fragte sie. »Vielleicht sollte das ihr Sohn tun.«
Der Sekretär stand jetzt ordentlich auf seinen vier Druckstellen. Mr. Micklas massierte seine Hände, an denen Finger fehlten. »Ich bin befugt, Ihnen die Wohnung zu zeigen«, sagte er, ging zur Tür und stieß sie auf.

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